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Mit drei Jahren verlor Renate Wörner ihre Mutter, sie kam zu ihren Großeltern. Doch auch diese Bindung sollte nicht von Dauer sein. Im Alter von fünf Jahren verlor sie diesen Halt ebenfalls und kam zu ihrer Stiefmutter, mit der sie sich überhaupt nicht verstand. Sie sagt nur „Schneewittchen“, wenn man in sie dringt, und das genügt. Doch in der Zeit der Verlorenheit und Einsamkeit bekam sie ihre Gabe geschenkt: Die Fähigkeit, mit der spirituellen Welt in Kontakt zu treten. Erst erkannte sie gar nicht, was da geschah, wenn sie Trost im Gespräch mit ihrer verstorbenen Mutter suchte. Sie dachte, dass sei eine Gabe, die allen Menschen zu eigen sei. Später begriff sie, dass ihr für ihren Verlust als Ausgleich etwas Wertvolles gegeben worden war. Und sie beschloss, ihre Mitmenschen an dieser Gabe teilhaben zu lassen. Und das nur gegen so viel Entgeld, wie nötig war, um sich dem geistigen und mystischen Leben mit aller Hingabe und Kraft widmen zu können.
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